Einspruch und "Gegeneinspruch" haben sich positiv auf die
Ascaniade ausgewirkt. Gerne haben wir die Anregung von
Veit Erdmann aufgenommen und die neue Ausschreibung um
die zeitgenössische Musik ergänzt. Der kleine Disput war
durch freundliche Briefwechsel schnell beigelegt. Somit
steht die Ascaniade nun der gesamten "klassischen" Musik
von den Anfängen bis zur Gegenwart offen.
Eine Antwort auf den „Einspruch“ von Veit Erdmann aus der
SV-Zeitung 2/2005 Seite 47
Die Ascaniade wurde ausgeschrieben, um die anspruchsvolle
Kammermusik im SV zu fördern. Während es für Orchester
und Chöre im SV bereits verschiedene Veranstaltungen
gibt, fehlte bisher eine Förderung für kleine
Instrumentalensembles. Nun gibt es mit der Ascaniade auch
ein Podium für musizierende aktive SVer und bereits
philistrierte Alte Herren und Damen.
Nach dem Auftakt 2004 in Marburg gab es in diesem Jahr
einen kleinen, aber sehr schönen Wettbewerb in Göttingen
mit Werken von Beethoven, Dvorak, Strauss und anderen.
Alle Darbietungen bewegten sich durchweg auf einem extrem
hohen musikalischen Niveau. Der Jury um Vbr. Günther
Katzenberger, Wolfgang Leliveldt und Markus Meier ist es
nicht leicht gefallen, die Preise unter den Mitwirkenden
zu vergeben. Der ausführliche Bericht in dieser
SV-Zeitung von Alexander Christ ist in jedem Fall
lesenswert. Neben dem hochkarätigen Wettbewerb und einem
gelungenen Abschlusskonzert gab es dazu ein tolles
Rahmenprogramm mit Stadtführung, Kneipe und Brunch, das
die blauen Sänger zusammen mit den Ascanen gestaltet
haben. Und das alles ist reif fürs Museum?
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Neugierig und gespannt machte ich mich Mitte Juli mit
Frau und Tochter auf den Weg zur Ascaniade nach
Göttingen. Im letzten Jahr hatte es in Marburg einen
schönen ersten Wettbewerb gegeben, dieses Jahr sollte es
nun in den Norden der Republik gehen.
Drei Ensembles völlig unterschiedlicher Gattung hatten
sich angemeldet. Da war zum einen das „Duo Klinker“.
Werke für Blockflöte und Gitarre von Johann Sebastian
Bach und einem gewissen Ernst Krähmer standen auf dem
Programm. Bei der Preisverleihung lernte ich dann zu
meiner Beruhigung, dass man sich nicht schämen muss, wenn
man den Namen Krähmer noch nie zuvor gehört hatte. Leider
schweigen sich auch meine diversen Musiklexika über
diesen Komponisten aus. Weiter angemeldet hatten sich ein
Gesangsduo aus Berlin und ein Streichquartett aus
Erlangen mit Werken von Puccini, Mozart, Strauss,
Beethoven und Dvorak. Hier wenigstens kannte ich alle
Namen der Komponisten.
Bei schönstem Sonnenschein betraten wir morgens um 10 Uhr
das herrliche Verbindungshaus der Blauen Sänger in
Göttingen. Alles war vorbereitet und es herrschte eine
wunderbar gespannte, erwartungsvolle Atmosphäre.
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